Google Glass – the next big thing?!

Was ist ein next big thing?

Meiner Meinung nach etwas, was technologisch eine Fülle neuer Möglichkeiten bietet und das Nutzungsverhalten nachhaltig verändert. Solche Dinge waren der PC und das iPhone. Doch nicht erst die letzte Produktvorstellung zum iPhone lassen an dem noch wachsenden aber sich technologisch ohne “wesensverändernden” Sprünge weiterentwickelnden Smartphone Sektor Zweifel aufkommen.

War es das?

Ok, wir haben immer mächtigere Devices in der Hand, die über immer mehr Funktionen verfügen … aber ist das alles?

Vom Schreibtisch in die Hand

Das Internet ist ein fantastisches Werkzeug. Doch auf dem Schreibtisch ist es unpraktisch. Man muss immer hingehen, den Rechner hochfahren und kann dann nach Informationen suchen. Das ist zwar ein Fortschritt im Vergleich zum Brockhaus oder einem anderen papiergebundenen Lexikon. Aber der Mehrwert wirkt nicht im Alltag, beim Einkaufen, in Museen oder sonst wo. Hier brachte das iPhone einen echten Sprung nach vorne. Das Internet mit all seinen Möglichkeiten war auf einmal unterwegs verfügbar. Das Handy absorbierte die Funktionen zahlreicher Geräte (Wecker, Kalender, E-Mail, Kamera, …).  Der Verkaufserfolg der ersten iPhone Modelle zeigt dieses ebenso, wie die nach einigen Jahren entstandene Vielfalt des jetzigen Smartphone Universums. Aber es springt nicht mehr – es entwickelt sich granular ohne sensationelle Fortschritte. Die Handyhersteller mögen da anderer Meinung sein. Aber Jungs, seien wir mal ehrlich: Es wird etwas Neues kommen.

Aber was?

Aus der Hand wohin?

Es war bzw. ist nervig zum Schreibtisch zu gehen. Also ist es doch toll das Internet in der Hand zu haben. Und viele Leute laufen den ganzen Tag mit dem zum Mini-Rechner gewachsenen Mobiltelefon in der Hand herum. So denken auch einige meiner Kollegen und Freunde, dass das Handy wohl an meiner Hand angewachsen ist. So waren neulich viele Kommentare sehr belustigt, als ich mein Handy im Taxi vergaß.

“Wie hast Du es überhaupt von der Hand abbekommen?”

Zum Glück habe ich es zurückerhalten. (Mein virtueller Dank ist dem Taxifahrer gewiss: Danke!). Aber hier liegt ein Potential für eine signifikante Veränderung. Genau hier könnte der nächste Sprung sein.

Wir Menschen sind nicht nur wegen unseres Gehirn besonders, sondern auch wegen unserer Hände. Und auch in Zeiten einer Wissensgesellschaft brauchen wir unsere Hände. Zum Dinge halten oder Werkzeuge bedienen. Oder eben zum Bezahlen des Taxifahrers. Dabei ist das Smartphone im Weg. Aber wohin damit?

Handgelenk oder auf die Nase?

Der Platz des neuen “Schlaugeräts” muss erreichbar sein. Und es muss sich charmant und nicht störend in unser alltägliches Leben einfügen. Hier gibt es für den nächsten großen Sprung aus meiner Sicht zwei große Zielgebiete:

Das Handgelenk

Die Hände sind frei und können sich austoben. Und es kann sogar noch chick sein. Männer lieben Uhren und geben viel Geld dafür aus. (…und Frauen natürlich auch. ;-) Oder?) Die Displays sind zwar kleiner als bei den gängigen Smartphones aber dennoch bieten sie schon einigen Platz für digitale Erlebniswelten. Aber können die kommenden Smartphones hier wirklich einen Sprung nach vorne bringen oder sind sie nur ums Handgelenk gebogene Smartphones.

Die Augen

Auch hier können die Hände machen, was sie wollen. Und das Display ist direkt “vorm Hirn”  angekommen. Aber kann das neue Device das Erlebnis der Internet-Funktionalitäten auch wirklich auf das neue Display bringen?

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Google Glass Fake auf der re:publica 2013

Ich werde es bald wissen. Heute habe ich eine Einladung in den Testraum von Google in Hamburg bekommen.

Werfen wir doch mal einen Blick in die Kristallkugel resp. in die #GoogleGlass.