Alle sollten mal zur re:publica fahren

Schon wieder eine Internet Konferenz?

Ja, die re:publica findet auch dieses Jahr Anfang Mai in Berlin statt. Und die Internet Nerds – ich bitte diesen Ausdruck zu entschuldigen – sammeln sich wieder in der Hauptstadt. Wer Verbindungen in diese Kreise hat, dessen Timelines auf Facebook, Instagram und anderen Social Media Netzwerken füllen sich mit Beiträgen von Abfahrten und Plänen für die die Konferenz. Und das wird die nächsten Tage anhalten (und immer schlimmer werden).

Also ich habe einige Leute, die bei mehr als drei Beiträgen von mir schon Schnappatmung bekommen, Bescheid gesagt, dass sie mich in den nächsten Tagen einfach ausblenden oder auf jeden Fall ignorieren sollten. Es ist einfach zu viel, was sich lohnt, weitererzählt zu werden. Und auch wenn das vielleicht in der (heutigen) Zeit der gesteigerten Negativität etwas in Vergessenheit gefallen zu sein scheint, ich bin immer noch bekennender Social Media Worker, der gute Dinge teilt und anderen Menschen, die (für mich) neue oder (mich) weiterbringende Inhalte veröffentlichen, ein Like, Herz oder anerkennendes Feedback gibt. Ich weigere mich, mein Verhalten dem allgemeinen Rum-Pöbeln anzupassen – und ich hoffe, dass ich das noch eine ganze Weile durchhalte. Das Motto der diesjährigen re:publica passt das wie die Faust auf das sprichwörtliche Auge.

Gute Inhalte finde ich auf der re:publica in vielen, vielen Veranstaltungen. Da muss ich mich manchmal schmerzlich für eine Session entscheiden und würde mich gleichzeitig zu gerne teilen. Schön sind die Randgesprächen mit geschätzten Menschen, die ich zwar jeden Tag (im Netz) sehe, aber von denen ich monatelang kilometerweit entfernt bin. Manche Freunde aus Hamburg treffe ich sogar häufiger in Berlin als an der Waterkant, weil im Alltag für den Transfer unseres Körper an einen Zielort um die Ecke die Zeit fehlt. Tragisch … ist aber so. In jedem Fall wird es ein großes Hallo geben.

Wenn das kein Motto ist, wo jeder gerne dabei wäre.

Wenn das kein Motto ist, wo jeder gerne dabei wäre.

Die Internet Nerds muss ich insoweit erklären, als dass die re:publica schon länger keine (reine) Blogger, Hacker und andere Code-Schrubber Versammlung ist. Das Thema Digitalisierung ist endlich in der Gesellschaft angekommen und so schauen auch “normale” Menschen aus Unternehmen und Agenturen vorbei. Dieses ist gerade wichtig bei der re:publica, denn auf anderen “Internet”-Veranstaltungen, wo es wieder nur um Verkaufsshows geht (“Du wolle Bannerplatz kaufen?”), kommen die Folgen von Digitalisierung einfach zu kurz. Dabei geht es die nächsten Tage nicht um glorifizierende Anbetung des digitalen Rindviechs aber genauso wenig um die Verteufelung jedweder Veränderung als einen weiteren Schritt Richtung Doomsday.

Digitalisierung hat Folgen…

Das dürfte wohl keinen Menschen wirklich überraschen. Und die Personen, die immer noch inständig hoffen, dass das ganze www-zeug wieder weggeht, werden zum Glück immer weniger. Die großen Fragen zur Digitalisierung heißen letztendlich:

  • Auf welche Felder des täglichen Lebens haben die Veränderungen Einfluss?
  • Wie stellen wir uns am Besten darauf ein?

Sprich: “Sehen” und “Handeln”! Auf beide Punkte finden sich auf der re:publica viele Hinweise, Fragen und manchmal auch Antworten. Jetzt müßten diese Punkte nur einem größeren Anteil in der Gesellschaft bekannt gemacht werden. Das ist schon eine Herausforderung, aber wenn die ganzen Posts und Beiträge von der Konferenz einen Multiplikatoreffekt haben könnten, dann will ich gerne dazu beitragen. Freut Euch auf die ganzen Beiträge und kommt mit, damit wir uns…

…gemeinsam vorbereiten.