Chili con Media – Was ist noch Social?

Früher war die Welt noch klar

Vor einigen Jahren war es (scheinbar) eine klare geordnete Welt in Social Media. Zwar zeigte die Social Media Rose die unterschiedlichsten Spielarten der sozialen Plattformen. Doch die Welt war noch relativ geordnet. Da gab es Netzwerke für den Beruf, Video Plattformen und z. B. Location Based Apps. Das Bild pro Plattform war relativ klar, was der User und auch die Kommunikations-Spezialisten zu erwarten hatte.

Doch über die letzten Jahre hat es viele Entwicklungen gegeben, die das Bild haben “unscharf” werden lassen. Dieses hat zum einen mit der Professionalisierung der Plattformen zu tun. Aus kleinen Apps wurden große Aktiengesellschaften. Auf der anderen Seite hat sich auch die Nutzung durch die Anwender teilweise dramatisch verändert. Und die Geschäftsführer der großen und kleinen Plattformen versuchen diesen Veränderungen zu folgen und Dinge auf Ihrem eigenen Spielfeld zu ergänzen, welche die User auf ihren Seiten hält.

Wie scharf ist zu scharf?

Wie scharf ist zu scharf?

Aber wie mit dem Einsatz von Gewürzen in der Küche, sind die Ergebnisse mal ein gelungenes Konzept oder ein heftiger geschmacklicher Irrweg – zu lasch oder zu viel von irgendwas.

Gewinner:

Facebook ergänzt sich um:

  • Instagram (und ergänzt Video)
  • WhatsApp

auf der anderen Seite

  • Messenger wird immer eigenständiger
  • Foto und vor allem Video werden im Strom höher gerankt

Pinterest ergänzt Video.

Twitter setzt auf:

  • Vine (Kurzfilme)
  • Periskop (um der Live Streaming App Meerkat zu begegnen)

Verlierer: 

Foursquare splittet sich auf:

  • Foursquare
  • Swarm

Klout versucht ein Redationssystem zu werde.

GooglePlus … der Funke will trotz der sensationellen Hangouts und dem immer wieder aufkommenden Verdacht, dass die Nutzung doch irgendwelche SEO Effekte bringt, nicht auf die Nutzer überspringen.

Sicherlich habe ich hier noch 1.000 Plattformen und Trends vergessen. Aber es gab in den letzten Jahren so viel Bewegung, dass man sich fragt, wer denn hier jetzt Video und wer Foto ist, wer Streaming und wer überhaupt noch Location macht …

Was heißt das für Unternehmen?

Auch wenn es vielleicht abgedroschen klingen mag: Nichts bleibt wie es war oder nix ist so beständig wie der Wandel! Und was heißt das für die Kommunikations- und Marketing-Spezialisten in den kleinen und großen Unternehmen?

  • Trends laufend beobachten.
  • zeitnah auf Veränderungen reagieren.
  • ausprobieren und nochmal ausprobieren.
  • Inhalte in den aktuellen Formaten anbieten.
  • Dinge, die nicht mehr laufen, abschalten.

Der Geschmackssinn muss im “Training” bleiben und Freiraum vorhanden sein, die eigene Experimentierfreude am Kräuterregal auch ausgelebt werden zu können. Nur so kann man den schnellen Trends folgen und sie für sich nutzbar machen. Jedes Unternehmen muss dabei seine eigene Würzmischung finden, die den eigenen Content zu einem furiosen Geschmackserlebnis werden lässt. Und die neuen Plattformen und Funktionen bieten da zahlreiche Möglichkeiten.

Doch die Gewürze ändern dabei leider mit der Zeit ihren “Geschmack”. Wer dann zu lange wartet, der wird in der Regel nur die falschen Kräuter in den Topf streuen. Das wäre dann wohl keine erfolgreiche Chef (de (SocialMedia) Cuisine) Sache.

Also seid mutig und bleibt dran – am besten Geschmack.