Mobile rockt

Das Netz ist in der Tasche!

Man mag sie mögen – die allgegenwärtigen Handy und Smartphones – aber der Trend lässt sich wohl kaum aufhalten. Auch wenn einige Provider sich mit völlig überteuerten Tarifen und kleinen Datenpaketen scheinbar ebenfalls gegen den Trend stemmen, so läuft immer mehr Traffic über die Smartphones.

Hier bitte nicht!

Hier bitte nicht!

Auf der einen Seite ist das Internet vom Schreibtisch in die Hand gesprungen und zeigt mit seinem Allwissen einen wirklich sinnvollen Nutzen im Alltag. Auch wenn viele Anwendungen erst in die Lage versetzt werden müssen, dass sie auch auf dem Handheld einwandfrei nutzbar sind. Der Trend zum flexiblen Seitenaufbau nach Bildschirmgröße wird wesentlicher Bestandteil der Überarbeitung der Webseiten in den nächsten Jahren sein. Das sogenannte Responsive Design ist beim Aufbau moderner Internetseiten ein Muss – kein Kann!

Es mag für viele klassische Marketing Menschen ein Grusel sein, dass die Seiten sich nicht in einem festen Design zeigen, sondern dieses je nach Bildschirm oder Fenstergröße die Texte anders umbrechen und die Bilder andere Größen und Positionen annehmen. Doch die User haben damit wohl weniger Schwierigkeiten. Geht es doch bei der Wirkung nicht um Abstandsmarken und Freiräume … sondern um den zu übermittelnden Inhalt. Und dem mag es egal sein, ob er nun in 3 oder 7 Zeilen herübergebracht wird.

Das Gespräch ist immer noch Kern Inhalt

In den Anfangsjahren des Mobilen Zeitalters lag der Hauptnutzen des neuen Spielzeugs darin, dass man keine mehr oder minder ramponierte Telefonzelle suchen und dann aufsuchen musste. Ein Griff zum Endgerät und der Gesprächspartner war dran … doch mit der SMS fand nun eine neue Kommunikationsform Einzug in den Alltag der Menschen. Das Telefonat ist heute mehr übergegangen in eine Zeitversetzte Kommunikation über Kurztexte via SMS und Messenger App. Das gesprochene Wort ist fast schon eine sekundäre Anwendung des Smartphones.

Ob WhatsApp oder andere scheint damit fast egal. Die User können kommunizieren, auch wenn immer noch Ironie und andere Stilblüten nur schwer textuell umsetzbar sind. Doch hier helfen die Smilies mit ihrer Vielfalt Gefühle auszudrücken. Ob Emoji oder andere Anwendungen, das Gespräch bekommt eine moderne Form der “Semikolon, Bindestrich und Klammer-zu” Kombi in allen erdenklichen Gefühlslagen. Manche Emojis kommen dabei aus der japanischen Zeichentrick Welt und mögen für europäische oder amerikanische Nutzer nicht immer einwandfrei anzuwenden sein. Doch Hauptsache der Adressat versteht es … und wenn nicht, dann gibt es dafür sicher auch einen sinnvollen Vertreter der modernen Hieroglyphen.

Irgendwas fehlt immer!

Es ist kaum zu glauben, aber die Beharrungskräfte, die sich gegen den Trend zu Mobilisierung stemmen sind enorm. Manches ist einfach nur Geldschneiderei am Wegesrand. Doch dieses schmeißt ebenfalls Sand ins Getriebe, womit die Entwicklung hin zu einer mobilen Gesellschaft gebremst wird.

Datenpakete 

Auch im Jahr 2014 werden Tarife von Anbietern so gestaltet, dass die nutzbaren Bandbreiten für einen echten mobilen Spaß nicht vergrößert – teilweise sogar reduziert werden. Während in Autos bei “gleichbleibenden” Preisen immer mehr drin ist, scheinen einige Anbieter für Telefonie hier zu meinen, dass eine Mehrleistung des Datendurchsatzes nicht Teil des Fortschritts ist oder jetzt bitte richtig teuer erkauft werden muss.

Batterien

Die Achilles Ferse des ganzen mobilen Nutzens. Auch aktuell kommen immer wieder Artikel raus, die zur Schonung des Akkus empfehlen alles abzuschalten, was das Phone überhaupt erst smart werden lässt. Das kann doch nicht im Sinne Erfinders sein. Wer bitte möchte denn immer erst in die Einstellungen gehen um eben die Funktion X zu aktivieren, die er oder sie jetzt gerade braucht? Niemand!

Naja, es bleibt wohl auch 2015 dabei, dass Akkus und Ersatzkabel die Begleiter des Smartphone Users sind. Die Nähe der Elektronen Tankstellen ist dabei vom Nutzer geschickt zu wählen. Mein High ist hier der USB-Stecker für den Zigaretten Anzünder des Autos. Endlich kommt dem Bauteil, welches aus mir leider völlig unerfindlichen Gründen heute immer noch als Standard in den Kraftfahrzeugen verbaut wird, eine sehr sehr sinnvolle Nutzung zu. Vielleicht sollte man hier den USB als Standard vorsehen und wer partou rauchen möchte, der braucht ein Zusatzteil … aber ich schweife ab.

Die richtige mobile Aufstellung braucht die passende Ausrüstung

Die richtige mobile Aufstellung braucht die passende Ausrüstung

PS: Das Handy auf dem Foto betrachte ich nicht als "smart", sondern es ist ein Stück Technik Holz mit der Nutzerfreundlichkeit eines Steins.

Zubehör

Ob es nun der Reserve Akku ist oder das Ersatzkabel – alles was irgendwie technisch ist, braucht meistens auch wieder ein Ladegerät und ein Kabel mit einem etwas anderen Stecker. Man könnte meinen, die Hersteller haben einen internen Wettbewerb laufen, immer anders artigere Anschlüsse zu verbauen. Nicht nur mit neuen Gerätetypen wird das alte Zubehör zwar nicht obsolte, aber leider nur mit Adaptern oder eben gar nicht nutzbar. Und wehem dem, der die Herstellergrenze passiert. Meist landet man hier in völlig neuen Zubehörwelten … armes Portmonee.

Während die Planwirtschaft zwar einen Stecker festlegen kann, dessen Produktion aber leider den Bedarf nicht trifft, scheint sich die kapitalistische Variante in der kakophonischen Vielfalt babylonischer Steckervarianten zu götzen. Irgendwie beides suboptimal!

Und es hört mit dem Handy nun mal nicht auf. Da braucht es eine Auto- oder Fahrradhalterung. Oder es sind Kopfhörer, Headset oder Freisprecheinrichtung, die zum vollendeten Genuss fehlen und in einem Koffer oder Sack von jedem aktiven Nutzer hinter sich hergeschleppt werden.

Fazit

Das mobile Zeitalter wird sich wohl auch nicht durch diese Hindernisse aufhalten lassen, aber wahrscheinlich wird es teurer und länger dauern, bis wir wirklich in mobilen Zeiten angekommen sind. Hier sind wir alle gehalten auf die Provider und auch mal auf die Hersteller einzuwirken oder wenigstens ihnen mal ein Feedback abzugeben, dass noch Verbesserungspotential zu heben ist.

Lasst uns gemeinsam “Mobile” anschieben, wo es sich nicht von der Stelle bewegt!