Nicht treiben lassen

Wenn es “hektisch” wird

Die heutigen Zeiten sind ja ziemlich hektisch. Naja, nicht immer, aber manchmal. Aber wenn es losgeht, dann wird die tägliche Arbeit im Social Media Team schon ziemlich hektisch. Die Gründe können ebenso verschieden sein, wie die Folgen. So wären als mögliche Ursachen für einen hektischen Tag im Community Management:

  • Massive Kritik einer Einzelperson
    • Wiederholtes Auftauchen (dann handelt es sich wahrscheinlich um ein Troll)
    • Eine/r wird zum Kristallisationspunkt für andere “Einzelfälle”
  • Gruppen fokussierte Kritik
    • Kritik an dem Unternehmen/der Person an sich
    • Unternehmen/Personen bzw ihr Verhalten sind nur Mittel auf etwas anderes aufmerksam zu machen
  • Kritik aufgrund eigenem Fehlverhalten
  • uvm.

Doch was tun, wenn die Timeline nicht mehr still steht, die Posts und Nachrichten im Minuten oder Sekundentakt reintrudeln und die Treiber einen höllischen Lärm entfachen, um einen Verantwortlichen zur Strecke zu bringen. Natürlich nicht wirklich, sondern mehr im übertragenen Sinne.

Nicht treiben lassen - aber auch niemanden treiben. der Fairness halber

Nicht treiben lassen – aber auch niemanden treiben. der Fairness halber

Früher hieß es dann immer:

  • “Bis 10 Zählen”
  • “Einmal um den Block laufen”
  • “Eine Nacht drüber schlafen”

Aber auch in Zeiten von Social Media ist es wichtig nicht übereilt zu handelt. Es erwartet niemand, dass alle reinkommenden Beiträge beantwortet werden. Das kann niemand. Und hektischer Aktionismus ist auch überhaupt nicht hilfreich.

Kühlen Kopf bewahren und Übersicht gewinnen

Um die Situation zu begreifen, bedarf es erstmal die Übersicht. Dafür sollte man zuerst einen Schritt zurück vom Geschehen machen und erstmal die Hände von der Tastatur. Wenn es eine Welle wird, dann sollte man eine Art Eingangsbestätigung abgeben mit dem Tenor:

  • Beitrag ist gesehen worden
  • Antwort ist ad hoc nicht möglich
  • Zeit wird gebraucht, um fundiert zu antworten
  • Ggfs. avisieren, wann mit einer Antwort zu rechnen ist

Dann in Ruhe analysieren, worum es sich handelt und eine Bewertung der Inhalte und Personen:

  • Wer ist wer?
    • Initiatoren
    • Multiplikatoren
    • Mitläufer
    • andere
  • Welche Argumente werden vorgetragen? 

Doch die sachliche Analyse ist nur möglich, wenn man sich etwas Zeit nimmt. Ein umfangreiches Monitoring ist dabei hilfreich, die Inhalte einzusammeln und übersichtlich aufzubereiten. Da fällt dann auch eine Bewertung einfacher.

Also erstmal gucken, wer die Treiber und wer die Jäger sind.