Noch ne Leiche im Keller?!

Wie sauber ist die eigene Weste?

Dieses Thema ist kein reines Social Media Thema. Es geht hier mehr um Unternehmenskommunikation. Denn bei aller Rechtschaffenheit kann es immer mal passieren, dass etwas “Nicht-gewolltes” passiert. Wenn ich in der Analogie mit dem Motiv des Bildes bleibe, dann würde es sich um Themen in der Größe von Patronen bis zu ausgewachsenen Seeminen zum Schiffe versenken gehen. 

Und die Frage nach dem Umgang mit dem Thema bezieht sich zum einen auf die Größe des Problems und dem daraus zu erwartenden Schaden, sollte das Thema in die Öffentlichkeit kommen. Zum anderen muss ich mich natürlich selber prüfen, wie ich zum dem Problem an sich stehe. Damit ist eine Art Gewissensdruck gemeint, der mich treibt, solche Themen proaktiv anzugehen. Dieses muss jedes Unternehmen für sich selbst klären. Aber eines ist klar: Wenn das Thema an die Oberfläche kommt, dann werde ich kommunikativ handeln müssen. Besser ist es daher vorbereitet zu sein.

Unangenehme Dinge können durchaus problematisch sein

Unangenehme Dinge können durchaus problematisch sein

Vorbereitung ist alles

Gerade in Zeiten von Social Media ist eines unumgänglich: Schnelligkeit. Wenn denn meine Fundmunition an die Oberfläche gespült wird, dann sollten bestimmte Fragen im Vorfeld geklärt sein:

  • Was genau ist das Problem?
  • Wer ist davon betroffen?
  • Wie groß ist der Umfang des Problem?
  • Wird das Problem größer oder kleiner im Zeitablauf?
  • Was würde es mich kosten, das Problem zu klären?
  • Wie groß ist der Schaden für mich bzw. könnte er für mich sein, wenn es (einer größeren Öffentlichkeit) bekannt wird?

Und jetzt die wichtigen Fragen:

  • Wie stehe ich – als Unternehmen resp. Unternehmer – dazu?
    • Aus ethischen Motiven?
    • Vor dem Hintergrund der Kosten?
  • Wie würde mein Handeln aussehen,
    • wenn das Thema für die Öffentlichkeit verborgen bleibt?
    • im Fall des Bekanntwerdens des Problem?

Wenn ich diese Fragen beantwortet habe, dann kann ich auch schon eine Handlungsempfehlung und dazu eine Kommunikation vorbereiten. Diese Vorbereitung gibt Sicherheit und man gewinnt Zeit, die im Fall der Aufdeckung dann fehlen würde. Denn mit der Größe steigt auch die Gefahr, dass ich mich in der Öffentlichkeit Kritik aussetzen … und die kann in Zeiten von Social Media dann schon einmal zum Shitstorm anwachsen.

Hier sollte ich drauf vorbereitet sein.

Frühwarnsystem und schlagendes Herz

Social Media kann hier aber nicht nur das Feld des kommunikativen Austauschs sein, sondern noch viel mehr. Über Monitoring-Systeme kann ich das Gespräch im Netz verfolgen. Und wenn die Schlüsselwörter “des Problems” bekannt sind, dann kann auch gezielt danach gesucht werden:

  • ob sie überhaupt fallen,
  • wie sie bewertet werden und
  • ob das eigene Unternehmen auch in diesem Zusammenhang genannt wird.

Denn wenn schon nicht aus eigenem ethischen Antrieb, so sollte das Pochen des Themas doch bitte willentlich zur Kenntnis genommen und eine Vorbereitung auf den “Öffentlichkeitsfall” getroffen werden.

Bitte nicht blind auf bekannter Fundmunition herumtreten.