Wie weit ist Eure Digitalisierung?

Raus aus der Nerdecke

Die Frage nach dem eigenen Stand der digitalen Veränderung ist immer auch eine Frage nach der Veränderung im Kopf. Auf diesem Planet bleibt nun einmal nix wie es mal war, sondern Dinge verändern sich. Und das tun sie, ob es mir nun gefällt oder nicht. Wenn ich das eingesehen habe, dann ist schon eine gewisse Grundgeschmeidigkeit gegeben, die es in den nächsten Jahren brauchen wird.

Die Menschen und Unternehmen um einen herum entwickeln sich. Und nicht nur durch die zunehmende und mittlerweile sehr weite Verbreitung von Smartphones kam das Internet vom Schreibtisch in jedermanns und -fraus Hand. Damit hat Online den Sprung aus der Nerdecke erfolgreich in die Allgemeinheit geschafft.

Blogger, Onliner, Digitale Natives ... es werden immer mehr. Seid Ihr dabei oder hat man Euch abgehängt?

Blogger, Onliner, Digitale Natives … es werden immer mehr. Seid Ihr dabei oder hat man Euch abgehängt?

Nicht jeder muss Programmierer sein

Auch wenn der Punkt immer wieder diskutiert wird. Würde ein Anspruch, dass jeder über Programmierkenntnisse verfügen sollte, zuweit springen. Zwar teile ich die Einschätzung, dass Kindern und Jugendlichen während der Schul- und weiterführenden Ausbildung der Zugang zu Programmierkenntnissen ermöglicht werden sollte. Doch die gesellschaftsweite Verbreitung halte ich für unrealistisch.

Hier sind die Programmierer selbst gefragt, Programme zu entwickeln, deren Einfachheit einer immer breiteren Nutzerschicht den Zugang zum Internet ermöglicht. Allerdings sollte es – aus meiner Sicht – auf breiter Front eine Informationsoffensive geben, die allen Menschen ein Grundverständnis des Internets und der zur Benutzung desselben notwendigen Technik vermittelt. Medienkompetenz kommt nicht aus dem Nichts, sondern muss über Jahre erlernt werden. Hier können gerade die etablierten Medien helfen.

Nicht nur programmieren, sondern auch kommunizieren

Die “Onliner” sind gehalten, dass sie selbst aus der Nerdecke herauskommen und ihr Know how transparent machen. Und dazu gehören nun einmal:

  • Kommunikationsfähigkeiten
    • Kein Fachchinesisch
    • Dinge einfach erklären
    • Nicht zuviele Details
  • gewisses Maß an Empathie
    • Was kann mein Zuhörer verstehen
    • Was kann mein Zuhörer verkraften
  • Regel der Einfachheit beherzigen
    • Wie einfach kann ich es dem User machen …

Somit geht die Forderung des breiten Know how Aufbaus in beide Richtungen: Sowohl an die Offliner bzw. Neu-Onliner sich offen und flexibel zu zeigen, als auch an die Onliner und Digitalen Nerds sich auf die Neuländer einzustellen und sie mitzunehmen.

Dann hält der Fahrstuhl auch im Nerdgeschoss